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Plantation Pineapple – Stiggins Fancy 40% | Rum-Infos & Tasting đŸ„ƒ Beste Zutaten fĂŒr einen Mix-Rum! 🔊

Plantation hat mit viel Aufwand einen Rum kreiert, der sich ideal zum Mixen von Cocktails geeignet. Er wird aus vielen edlen Plantation-Rums geblendet und mit feinsten Zutaten, wie unter anderem echter zuvor in Alkohol eingelegter Ananas versehen.

Heute taste ich fĂŒr Euch den Plantation Pineapple – Stiggins Fancy Rum.

Plantation, die Marke aus dem Hause Ferrand, gilt schon lange als Inverkehrbringer exquisiter Rums. Wer einen unverfÀlschten Geschmack, eine landestypische Herstellung und wahrlich limitierte SchÀtze sucht, der kommt am Namen Plantation nicht vorbei.

3.5/5
SĂŒĂŸe
3.5/5
WĂŒrze
2/5
Milde
3/5
Frucht
5/5
Rauch
0.5/5

FĂŒr die Produktion der teilweise sehr raren EinzelfassabfĂŒllungen, die oftmals bereits vor der Veröffentlichung ausverkauft sind, kauft Plantation regelmĂ€ĂŸig die FĂ€sser kleiner unabhĂ€ngiger Destillen auf, die den Inhalt meist noch traditionell mit landestypischen Fertigungsmethoden hergestellt haben.

Neben diesen RaritĂ€ten widmet sich Plantation aber auch einer anderen Schiene: Der Produktion von geblendetem Rum, der massenproduktions-tauglich ĂŒber möglichst lange Zeit, buchstĂ€blich in aller Munde ist und die Marke Plantation in den Cocktail-Bars dieser Welt positionieren soll.

Das QuantitĂ€t QualitĂ€t dabei nicht aufheben muss, dass beweist Plantation dabei immer wieder. Meiner Meinung nach nicht zuletzt mit dem “Plantation Original Dark – Trinidad & Tobago”, ĂŒber den ich bereits ein Video gemacht habe.

In diese Serie, der fĂŒr Bars geeigneten Cocktail-Rums reiht sich auch mein heutiger Rum ein.

Der Pineapple Stiggins Fancy Rum wurde von dem Rum-Kenner Alexandre Gabriel aus dem Hause Ferrand und dem Spirituosen- und Cocktail-Experten David Wondrich kreiert und ist ein ausgeklĂŒgeltes Zusammenspiel aus den Plantation-Rums “3 Stars” und “Original Dark” sowie einer sehr aufwendigen Methode, Ananas zu veredeln.

FĂŒr die Herstellung des Pineapple Stiggens Fancy benötigt man zuerst AnanasfrĂŒchte der Sorte “Queen Victoria”. Diese werden in “Plantation 3 Stars”, einem weißem Mix-Rum bestehend aus 3 Jahre altem Trinidad-Rum, jungem Jamaika- und Barbados-Rum sowie einem Teil 12 Jahre altem Jamaika-Rum, eingelegt.

Im Anschluss wird der 3 Stars ein weiteres Mal gebrannt und die Schale der eingelegten Ananas diesem daraufhin feinstgemahlenen hinzugefĂŒgt.
Im 19. Jahrhundert war Ananas-Rum eine Delikatesse, die von Charles Dickens Charakter „Reverent Stiggins“ erdacht wurde. Dieser erkannte 1842, dass sich die meisten Ă€therischen Öle der Frucht in der Schale der Ananas befinden und ersann das Rezept, das Gabriel und Wondrich letztlich als Hommage an Dickens verwendeten.

Der zweifach gebrannte, mit Ananas-Schale vermĂ€hlte “3 Stars” wird anschließend mit Plantations “Original Dark” Rum vermĂ€hlt, der seinerseits ebenfalls mit der eingelegten Ananas infusioniert, jedoch daraufhin nicht noch einmal destilliert wurde und fertig ist der Pineapple Stiggins Fancy Rum.

Schauen wir uns die Flasche einmal genauer an:
Durch die Weißglas-Flasche hindurch können wir im Bernsteinfarbenen Rum viele Schwebeteilchen erkennen. Es handelt sich hierbei um die infusionierte Ananas.

Plantation Pineapple
Plantation Pineapple

Das Label ist altem Pergamin nachempfunden und umschließt die Flasche mit seinen unregelmĂ€ĂŸig gezackten, auf alt gemachten Kanten komplett.
Vorn sehen wir groß das Plantation-Logo, darunter auf einem rot abgesetzten Emblem den Produktnamen “Pineapple” und den Hinweis auf das Rezept StigginsÂŽ. Neben dem Emblem, rund herum um die Flasche, lesen wir in verschiedenen BeitrĂ€gen ĂŒber die Erfindung des Rezepts, ĂŒber Cocktail-VorschlĂ€ge, darĂŒber, dass sich die meisten Ă€therischen Öle in der Schale befinden und etwas ĂŒber die Queen Victoria Ananas.
Die Flasche ist wie alle Plantation-Flaschen mit dem in Glas geprinteten Plantation-Logo am Hals und dem ebenfalls haptisch auf die Flasche aufgesetzten glĂ€sernen Schriftzug “Plantation” am Boden versehen.

Genug von der Flasche, wir probieren den Inhalt.

Nase:
Der Rum riecht auffallend fruchtig. Die Ananas steht klar im Vordergrund dicht gefolgt von einem Hauch anderer vollreifer tropischer FrĂŒchte wie Mango und Banane und ein kleines bisschen nach Vanille. Er riecht dabei nicht leicht, sondern wie ein schwerer wĂŒrziger Rum, dessen alkoholische SchĂ€rfe direkt in die Nase steigt.

Geschmack und Nachklang:
Er ist sĂŒĂŸer, als ich erwartet hatte und ist dabei fruchtig, aber nicht ganz so fruchtig, wie er riecht. Der Alkohol und dessen SchĂ€rfe ist in jedem Fall prĂ€sent, wird jedoch sehr ausgewogen von einer angenehmen Milde umworben. Im Nachklang schmecke ich etwas Holzigkeit.

Fazit:
Plantation Pineapple – Stiggins Fancy Rum ist sehr aromatisch, fruchtig und alles andere, als “nur ein Mix-Rum”, als welcher er von Plantation empfohlen und vertrieben wird. Jeden Cocktail wird er mit seinem intensiven Geschmack nach Ananas und SĂŒdfrĂŒchten verfeinern und trotzdem ist er dabei fast zu schade, nicht pur getrunken zu werden.
FĂŒr alle Ananas-Fans ein Muss!

🎧 Videos – RumPod:
Hier findest Du das Tasting-Video dieses Rums als Audio-Podcast aufbereitet und oben kannst Du Dir den Blogbeitrag dieser Seite als “Blog-RumPod” anhören.