Equiano African-Caribbean Rum | Rum-Tasting đŸ„ƒ Karibik trifft auf Afrika!

Equiano African-Caribbean Rum | Rum-Tasting đŸ„ƒ Karibik trifft auf Afrika!

Bei meinem heutigen Rum treffen Afrika auf die Karibik und was dabei heraus kommt, ist als Erstes mal ein Unikat und zu dem noch sehr lecker, wie man hört. Ob das stimmt, das erfahrt ihr in diesem neuen Video.

Heute taste ich fĂŒr Euch den Equiano African-Caribbean Rum

4/5
SĂŒĂŸe
1.5/5
WĂŒrze
3/5
Milde
4.5/5
Frucht
3.5/5
Rauch
1/5

FĂŒr die Produktion der teilweise sehr raren EinzelfassabfĂŒllungen, die oftmals bereits vor der Veröffentlichung ausverkauft sind, kauft Plantation regelmĂ€ĂŸig die FĂ€sser kleiner unabhĂ€ngiger Destillen auf, die den Inhalt meist noch traditionell mit landestypischen Fertigungsmethoden hergestellt haben.

FĂŒr den Equiano haben sich zwei absolute Experten auf Ihrem Gebiet zusammen getan und das beinahe unmögliche gewagt: Unmöglich deshalb, weil Rums aus Barbados und von Mauritius charakterlich nicht unbedingt sofort zusammen passen. Der Rum auf Barbados lagerte 8 Jahre in ehemaligen BourbonfĂ€ssern, der Rum auf den Mauritius reifte 10 Jahre lang in Limousin-EichenfĂ€ssern und in Ex-CognacfĂ€ssern aus Frankreich.

Equiano Tasting 2v2
Equiano Tasting 1

Aber Richard Seale Destillerie Foursquare auf Barbados und der Marken Botschafter der GrayÂŽs Destillerie auf Mauritius Ian Burrell haben es gewagt und 2019 den wohl ersten afrikanisch-karibischen multinationalen Rum erschaffen.

Der Name Equiano wĂŒrdigt dabei den Nigerianer Olaudah Equiano, auch bekannt als Gustavus Vassa. Equiano war ein ehemaliger Sklave der zum KĂ€mpfer fĂŒr das Verbot des Sklavenhandels avancierte. Außerdem war er der Verfasser einer damals sehr berĂŒhmten Autobiographie: Die “MerkwĂŒrdige Lebensgeschichte des Sklaven Olaudah Equiano”.
Passender Weise bereiste Equiano, genau wie der gleichnamige Rum, Afrika, die Karibik und spÀter sogar England.

Leider habe ich vom Rum nur eine Probe von Kirsch Import erhalten, was natĂŒrlich schon sehr nett ist, vielen Dank auf jeden Fall dafĂŒr, uns aber leider um die Freude der “Reise um die Flasche” und schöne Aufnahmen fĂŒr Instagram bringt.
Wer aber ein paar Aufnahmen des Samples sehen möchte, der darf sich etwas weiter oben in diesem Beitrag gerne zu meinem Instagram-Account durchklicken.

Zu der originalen Flasche lÀsst sich sagen, dass sie relativ clean aussieht und einen auffÀllig dicken, runden Flaschenboden besitzt.

Wir öffnen die Flasche.

Nase:
Der Rum riecht sehr weich, nach TrockenfrĂŒchten, wie Orange, Rosinen, Pflaumen, sehr sĂŒĂŸ, aber auch recht behĂ€big, fast buttrig. Bei der zweiten Nase rieche ich Holz und es steigt mir ein wenig Alkohol-SchĂ€rfe in die Nase. 
Viel Volumen mit Vanille und SĂŒĂŸe, mit trockenem Holz.

Geschmack & Nachklang:
Er schmeckt genau wie er riecht. Sehr lecker. TrockenfrĂŒchte, Pflaume, Rosinen, Orange, dazu weich, ein klein wenig nach Butterscotch, vanillig, wĂŒrzig und etwas holzig, trocken im Abgang. Die alkoholische SchĂ€rfe kommt erst spĂ€ter und bleibt sehr lange im Mund.

Fazit:
Den beiden Rum Experten Richard Seale und Ian Burrell ist hier etwas ganz besonderes gelungen. Ein Rum, der ĂŒber mehrere Kontinente zusammen gefunden hat und trotz seiner unterschiedlichen Charaktere wunderbar zusammen passt. Er ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes, was seine MultinationalitĂ€t angeht und ein schöner Weg, einen afrikanischen FreiheitskĂ€mpfer auf diese Weise zu ehren.