Don Papa | Rum-Tasting 🥃 “Die Philippinen erobern die Welt des Premium-Rums!”

Don Papa | Rum-Tasting 🥃 “Die Philippinen erobern die Welt des Premium-Rums!”

Rum aus Spanien und Mittelamerika kennen wir alle, aber es gibt auch Länder, an die wir nicht sofort denken, wenn wir an hochwertigen Qualitätsrum denken. Eines dieser Länder ist seit kurzem Asien, genauer genommen die Philippinen, mit der Insel Negros.

Heute taste ich den Don Papa Rum für Euch.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Negros bereits schon einmal über die Landesgrenzen hinweg bekannt, als “Die Zuckerinsel” oder “Die Zuckerdose der Philippinen” und natürlich nutzte man das Zuckerrohr zu einem großen Teil für die Destillation und Produktion von Rum. Der Rum-Export endete jedoch 1980 und der teils sehr gute Philippinische Rum, der hierzulande leider kaum bekannt oder erhältlich ist, war seit dem lediglich der einheimischen Bevölkerung vorbehalten.
2012 änderte sich dies aber wieder:

4.5/5
Süße
5/5
Würze
3.5/5
Milde
4/5
Frucht
3.5/5
Rauch
0.5/5

Don Papa ist mittlerweile eine ganze Rum-Serie, mit einer Reihe von Rums im mittleren bis sogar deutlich gehobenen Preissegment und trifft, grade mit der Einsteigerversion genau den Geschmack der breiten Maße.
So beliebt er jedoch aufgrund seiner Süße und seines vanilligen Aromas grade bei Rum-Anfängern ist, um so mehr scheiden sich die Geister in ihm, je mehr man sich mit fortgeschrittenen Rum-Kennern, eingefleischten Rum-Enthusiasten oder der Fangemeinde ungesüßter, “ehrlicher” Rums unterhält.

“Reiner Zucker, mit viel zu viel Vanillin”, “Kein echter Rum”, “Sollte eigentlich Spiced-Rum heißen” sind da noch die mildesten Urteile.
Der Rum aus Zuckerrohr-Melasse wird 7 Jahre lang in Bourbon-Eichen-Fässern, in Small-Batches gelagert. Es handelt sich um einen sogenannten “Single-Island-Rum”, weil er ausschließlich auf der Insel Negros reift.

Die Flasche ist auffallend schmuckvoll und wird mit der Büste “Don Papa´s” geziert. Papa Isio, wie seine Kollegen ihn liebevoll nannten, hieß mit bürgerlichem Namen Dionisio Magbuelas und war Vorarbeiter auf einer der vielen Zuckerrohrplantagen.
Er wurde zum Freiheitskämpfer und Anführer seiner Landsleute, in der Revolution, der Philippinen gegen die spanische Besetzung 1896–1898. Er war Schamane, Heiler, Seher, aber auch ein Rebell und als solcher ist er in die Geschichte der Philippinen eingegangen.

Neben Papa Isio´s Gesicht sehen wir viele kleine Tiere, Echsen und Äffchen, die auf den Philippinen einheimisch sind. Außerdem sehen wir Zuckerrohr und vielerlei Tropische Pflanzen. 

Amazon.de | Affiliate
Angebot Don Papa Rum (1 x 0.7 l)

Vorne, zentral auf der Flasche sehen wir den typischen Schriftzug “Don Papa” mit Roter Schrift auf dem ansonsten eher pergamentfarbenen Grund, des auf altertümlich verzierten Labels. Die Rote schrift ist dabei maßgeblich für die Consumer-Version der Don Papa Reihe, die nämlich für jede verschiedene Rum-Sorte der Serie das identische Label, lediglich in anderer Farbe besitzt.
Auf der Rückseite des Labels erfahren wir dann noch die Geschichte Donisio Magbuelas und wir erfahren, dass er 40% Vol. Alkohol enthält.

So interessant die Flasche aber auch ist, wie riecht und schmeckt er denn nun?

Der dunkel-bernsteinfarbene Rum riecht im ersten Moment, wie wir es erwartet hatten, auffallend vanillig. Hinzu gesellen sich tropische Früchte und eine angenehme Schärfe, gepaart mit Kaffee und ein paar Kräutern. Alles in allem riecht er sehr voluminös, süß und vanillig. 

Prost!

Vanilie und Kräuter stehen eindeutig im Vordergrund. Mit ihr kommt eine angenehme schärfe, die etwas länger im Mund verweilt. Eine starke Süße ist auszumachen. Es schmeckt beinahe wie ein Vanille-Bonbon. Im Abklang etwas nach Kaffee oder Schokolade

Fazit:
Wer einen Einsteiger-Rum sucht, der wirklich einer großen Masse Rum-Trinkern gefällt, der sollte den Don Papa auf jeden Fall probiert haben. JA, er schmeckt sehr süß und JA, die Vanille ist kräftig, aber garantiert grade deshalb erfreut er sich so großer Beliebtheit. Für erfahrene Rum-Enthusiasten ist er vielleicht nichts mehr, was ich persönlich aber sehr schade finde. Ich bin der Meinung, man kann ihn sich zwischendurch oder zum Nachmittags-Kuchen immer gut einschenken. Wer sich auf den ersten Schritten seiner Rum-Erfahrungen etwas für den “leckeren Start” sucht, ist bei diesem Rum auf jeden Fall sehr gut aufgehoben.