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Blackforest Wild Rum 42% | Rum-Infos & Tasting 🥃 Weltneuheit aus dem Schwarzwald 🔊

Mein heutiger Rum kommt direkt aus den Tiefen des Schwarzwaldes zu uns ins Glas. Die Brennerei Wild, die schon lange Obstbrände und Liköre herstellt, hat sich nun auch an das Experiment der Rum-Herstellung gewagt. Mit welchem Erfolg, dass möchte ich heute herausfinden.

Heute taste ich für Euch den Blackforest Wild Rum *Barrique*.

Es muss nicht immer Mittelamerika oder der Süden Spaniens sein, der heutige Rum kommt aus Deutschland, genauer gesagt aus dem Schwarzwald, aus dem Hause der Brennerei Wild, die auf eine langjährige Tradition als Obstbrand- und Likörhersteller zurück schauen kann. Dort hatten die drei Edelbrandsommeliers die Idee, einen Rum herzustellen.

3.5/5
Süße
4.5/5
Würze
2/5
Milde
3/5
Frucht
3.5/5
Rauch
0.5/5

In guter Obstbrenner-Tradition wurde die verdünnte Melasse des Blackforest Wild Rums nicht mit eigens gezüchteten Hefen, sondern mit wilder Hefe, einer Gärungs-Technik, die normalerweise bei der Fermentation von Bränden benutzt wird, spontan vergoren. Durch diese Spontanvergärung soll der Rum sehr fruchtig und zugleich sehr komplex schmecken.

Für die Herstellung des Blackforest Rums und für sein Finishing hat man während des gesamten Vorgangs auf insgesamt fünf Fässer zurückgegriffen:
Zu Anfang wurde der Rum in neue amerikanische Weißeichefässer abgefüllt. Sie verleihen einem Rum typische Noten von Vanille und Karamell. Anschließend wurde der Rum in gebrauchte Orangenweinfässer umgefüllt. Die Orangenweinfässer dienen bei der Brennerei Wild zur Herstellung eines Bestandteils ihres Kräuterlikörs. Der Orangenwein reifte dabei in Barriquefässern. Diese besonderen Fässer und ihr während der Reifung ins Holz eingezogene Orangenwein soll dem Rum ein frisches Aroma von Zitrus und Orangenschale verleihen und ihm zudem eine dezente Restsüße geben. Gefinisht wurde der Rum abschließend in nicht vollständig entleerten Sherry- und Portweinfässern, was ihm eine zusätzliche reichhaltige Süße und Aromen von Trockenfrüchten verleihen soll.

Schauen wir uns die Flasche etwas genauer an.

Die Liebe steckt im Detail: So ist bereits der Korken mit Inschriften und einem eingebranntem Eulengesicht verziert. Die Flasche selbst ist aus Weißglas gefertigt. Auf ihr sehen wir die große weiße Zeichnung eine Eule, über ihrem Kopf ein Banner mit orangefarbener Aufschrift „Blackforest“, unter ihr ein weiteres „Wild Rum“.

Das Ganze wird verziert und eingerahmt mit Zeichnungen von im Schwarzwald typischen Äxten, Federn und schlanken Tannenzapfen an Kettchen, wie sie sonst in Uhren aus dem Schwarzwald hängen. Der Flaschenhals ist mit einem Hanfband verziert, das auf der Rückseite der Flasche mit einem goldenen Siegel-Aufkleber befestigt wurde.

Blackforest Wild Rum
Blackforest Wild Rum

Unter dem Siegel sehen wir eine gezeichnete Schriftrolle mit einem Text: „Tiefe Wälder und saftige Täler. Urige Orte mit Geschichte. Der Blackforest Wild Rum trägt die wilde Seite des Schwarzwaldes in sich. Er macht dieses wildromantische Stück Heimat spürbar – verwegen, ungezähmt und gleichzeitig ursprünglich und echt“.

Eine schlichte aber wirklich schön verzierte Flasche. Ich bin sehr gespannt auf den Inhalt!

Nase:
Der erste Eindruck ist eindeutig Vanille. Sie steht eindeutig im Vordergrund, gefolgt von einem Hauch von Vollmilchschokolade. Es riecht süß nach Karamell und Schokolade, gepaart mit einer leichten Fruchtigkeit und dem leisen Kribbeln des Alkohols.

Geschmack & Nachklang:
Anders als beim Geruch, steht die fruchtige Note geschmacklich im Vordergrund. Der Fruchtigkeit folgt eine leichte alkoholische Schärfe und eine deutliche Süße, wahrscheinlich des Sherrys, die sich schnell, angenehm und voluminös im Mund verteilt. Im Nachklang entdecke ich Noten von Zitrone oder Orangenfrüchten und eine gewisse Würze, die aber von der Süße beim Gesamteindruck auf jeden Fall überlagert werden.

Fazit:
Liebhaber des sogenannten „Süßrums“ sind beim Blackforest Wild Rum auf jeden Fall richtig. Die kleine Flasche mit ihren grade mal 500ml Inhalt ist etwas Besonderes – quasi eine „Fundsache“ Made in Germany. Meiner Meinung nach eignet er sich perfekt für Rum-Anfänger, Rum-Interessierte und solche, die für Experimente, in diesem Fall einen Rum aus der Region, zu begeistern sind. Als Geschenk oder „Mitbringsel“ kann man wahrscheinlich wenig falsch machen, da er meiner Ansicht nach den meisten schmecken wird.

🎧 Videos – RumPod:
Hier findest Du das Tasting-Video dieses Rums als Audio-Podcast aufbereitet und oben kannst Du Dir den Blogbeitrag dieser Seite als „Blog-RumPod“ anhören.